Corridoio di arte gallery

Bilder aus dem VHS-Kurs „Aktion-Akt“, Leitung: Holger Lassen


 

Kursbeschreibung

In lockerer Atmosphäre begleitet dieser Aktzeichenkurs von den Grundlagen der menschlichen Anatomie, bis hin zum Finden individueller Möglichkeiten des Gestaltens und zur eigenen künstlerischen Ausdrucksweise.

 

Dabei beleuchten wir verschiedenste Aspekte des Themas, vom "akademischen" Akt bis hin zur freien Interpretation. Selbstverständlich ist auch Akt malen bei uns möglich. Aktzeichnen schult das Sehen. Es bildet nicht nur Basis für alle, bei denen der Mensch im Mittelpunkt des künstlerischen Interesses steht, sondern eignet sich auch ausgezeichnet, um formale bildnerische Zusammenhänge zu studieren, die Darstellung von Raum, Perspektive, Körper, Licht und Schatten zu trainieren, sowie Zeichentechnik, und eigene Handschrift zu verfeinern. Einzelkorrektur und Arbeitsbesprechungen in der Gruppe sind Bestandteil des Kurses.

 

Kurs-Teilnehmer:

Sabine Augustin, Alexander Besch, Thomas Daub, Holger Lassen, Lisa Lebe, Carola Schneeweis, Nora Schuhmann, Claus Schwing, Petra von See und Hilke Wach,

Zu dieser Ausstellung:

Vor 10 Jahren bin ich als Teilnehmer in die Donnerstagsgruppe des Aktkurses gestoßen, der damals von meinem Vorgänger Georg Ystein seit über 20 Jahren geleitet wurde. Durch den plötzlichen Tod von Georg stand der Fortbestand des Kurses auf dem Spiel, und so wurde ich vonseiten der übrigen Teilnehmer angeregt, den Kurs weiterzuführen.

Der Teilnehmerkreis ist sehr heterogen strukturiert. Zu einer Gruppe von Stammteilnehmern, die schon bis zu 29 Jahren in diesem Kurs arbeiten, stoßen immer wieder Neulinge jedweder Couleur und Profession hinzu. Dadurch bleibt dieser Wochenabend immer spannend. Ein didaktisch nach Programm aufgebautes Seminar ist deshalb allerdings nicht möglich, und so wird jeder nach seinen individuellen Möglichkeiten und Voraussetzungen betreut, in Einzelkorrekturen vor dem Modell, und in einer Gruppenbesprechung am Ende des Abends.

Die in dieser Fensterausstellung gezeigten Arbeiten sind allesamt während meiner Leitung im Aktkurs zu den Kurszeiten entstanden. Die Modelle stehen in stetig wechselnden Rhythmen.

Auf kurze 3-minütige, rasch wechselnde Stellungen, in der die Situation zügig erfasst und auf das Blatt gebracht werden muss, folgen etwas längere Posen, die eine genauere, eindringlichere Bearbeitung ermöglichen. Auf der Basis elementarer, allgemeiner Grundbegriffe der menschlichen Gestalt, der räumlichen Darstellungsmöglichkeiten und der Komposition steht den Kursteilnehmern der Weg zur individuellen Entfaltung offen. Dies sieht man an den gezeigten Arbeiten anschaulich. Auch im Bezug auf die verwendeten Darstellungsmedien sind kaum Grenzen gesetzt, sogar das Tablet kam schon zum Einsatz.