Corridoio di arte gallery

Rabea Pie

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Rabea Pie

geboren 13.03.1996

 

Die Arbeiten von Rabea Pie sprechen über ihre inneren Welten, diese bringt sie mithilfe verschiedener Medien zum Ausdruck und lässt sich dabei von ihren Mitmenschen, Gefühlen, Gedanken, der Natur, Glaubenssätzen/ Spiritualität und weiteren äußeren und inneren Einflüssen inspirieren.

 

Jedes ihrer Werke lässt etwas frei oder los, was sie zu verarbeiten hat. Dargestellt wird dieses meist auf eine von außen betrachtet „surrealistischere“ Art und Weise, doch sie lässt Etiketten und Schubladen ungerne zu, da sie diese Vorgaben von Außen mehr einschränken als beflügeln.

 

Im Prinzip ist das, was sie erschafft auch nur das, was sie erlebt, fühlt und braucht, wie die Luft zum atmen & das Wasser zum hydrieren.

 

Kontaktaufnahme über rabeapie@web.de

2022

Rabea Pie

Stilrichtung: Pop-/Neo-Surrealismus

Die Künstlerin stellt mithilfe vielfältiger Medien und Größen durch Malereien, Zeichnungen bis hin zu Figuren und Skulpturen; Aussagen dar; welche eine im Prozess ausgewählte Sammlung von Stellungnahmen und Brücken in verschiedene Gebiete einbindet, des Weiteren ist die Form-, Kontrast-, Farb- und Symbolsprache essenziell für die Prozesse und das Endergebnis ihrer Arbeiten.

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Titel: „ Cadavre Exquis“ - (franz. für: „vorzügliche Leiche“) Grafitzeichnung auf Papier Mfd 2020 / Maße: A2

 

In ihrer Arbeit „Cadavre Exquis“ setzt die Künstlerin mit Textzeilen wie „je suis bien trop eveille s'il te plait reveille moi quand on est pareil“ (franz. für: „Ich bin zu wach,

weck mich auf, wenn wir gleich sind“) in Kombination mit der auf die bekannte spielerische Methode des Surrealismus „Cadavre Exquis“ anlehnenden Zeichnung den Fokus auf die Persönlichkeiten, Ausdrucksweisen; die damit verbundene Unterschätzung, als auch Unterdrückung und Verformung weiblicher Kunstschaffenden im früheren Surrealismus (wie z.B. Louise Bourgeois, welche bekanntlich bereits in Kindertagen mit dem Konstrukt und der deutlich harschen Trennung, Machtgefällen und Einstufungen von Geschlechtern konfrontiert war und somit auch ihre künstlerischen Arbeiten davon geprägt wurden) als auch der derzeitigen Kunstbranche und dessen Manifestation des noch immer fälschlich fragmentierten Bildes der Frau in dieser.

Kurz umfasst, birgt und verbindet die Zeichnung „Cadavre Exquis“ die Themen der Anpassung, Zerrissenheit, Fragmentierung, Rollenbilder, Ausgleiche und dessen Grade, Abstufungen zwischen Spiel und Ernsthaftigkeit, Leben und Tod, Darstellung und freiem Sein, Moralvorstellungen und die nötige Zusammenarbeit von Geschlechtern und Charakteren.

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Titel: „vesica piscis“ - (lat. für: Die Fischblase)
MFD 2022 mixed media (Grafit, Stickgarn, Stoff) auf Leine, gerollt. 

In ihrer Arbeit „vesica piscis“ setzt die Künstlerin Themen von gegebenen Formen, Schnittflächen; Räumen; dessen Strukturen, die Verbindung zwischen gleichen Polen, als auch das Verschwimmen unterschiedlicher Aspekte des Seins ineinander in den Fokus.

Inwiefern eine Hand in die andere greift, ein Kreis den anderen kreuzt und eine Schnittfläche ergibt, bildet sich die Frage nach Raum, Freiheit, als auch Einengung, Ausdruck und inwiefern dieser eine Beeinflussung und Veränderung erfährt.

Kurz umfasst besteht die Leinwandarbeit „vesica piscis“ aus den Themen der Koppelung, Verbindung / Trennung, Anordnung; Ausdruck verschiedener Anordnungen und dessen unterschiedliche Wirkung und Einfluss. Des Weiteren sind Kontraste wie: Ewig währendes – als auch temporäres Sein, Geben und Nehmen; Fluss und Stillstand inbegriffen und im Prozess verarbeitet.

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Titel: „Momentum“ ( sächl., lat. mōmentum, „Dauer einer Bewegung“)MFD 2021 Mixed Media (Kugelschreiber, Acrylmarker) auf Graupappe

Die Arbeit „Momentum“ deutet auf ein Wachstum, der sich auf einer stabilen Masse im stetig wechselnden jetzt manifestiert hat an. Hierbei dienen die Sinnbilder einer aus sich fließenden Felsgestalt, die roten Lithophyten in dem Fall Orchideen (griechisch λίθος lithos „Stein“, φυθόν phytón „Pflanze“ Pflanzen, die auf oder in Gestein wachsen)und auch die zart rosa Flügel als Ausdruck der in sich verlaufenden Bedeutungsstränge.

Mithilfe der Farbe und Symbolik werden Potentiale, welche nicht nur in Bereiche der gesellschaftlich -, menschlichen Ordnung, sondern auch darüber hinaus reichen, kenntlich gemacht. Inwieweit eine weiche Masse wie z. B. Wasser durch Gestein geführt werden kann, so holt sich auch weiteres Leben einen Weg in und durch diese und nimmt sich den nötigen Platz für die immer im Jetzt stattfindende, wenn auch manchmal vorerst unbemerkte Bewegung.

Die Illustration „Momentum“ umfasst somit die Themen Status Quo, inwiefern in dieser Bewegung und Wachstum entsteht und/ oder ob diese/r sich bemerkbar macht, als auch inwiefern dieser sich wiederum statisch und gar in feststehender Form zeigt. Des Weiteren handelt diese Arbeit von Grenzüberschreitungen, Zusammenspielen unterschiedlicher/Materie / Seins, Freisetzung, Freiheiten innerhalb von Kontrasten, trotz Schwerkraft und Gewicht, Flüsse des Geistes und Wachstumsschübe sind hierbei ankoppelnde Eckdaten dieser Arbeit.

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Titel: „ rooter of branches“ - (engl. Verwurzeler der Zweige)


MFD 2022 Lampe modelliert aus Ton, mixed media (Perlen, Zapfen und Holzelemente, Kabelanschluss, E27 Glühbirne, Tondichtung, Epoxidharz)