Look fair pay for Art

Erfolge beim Kampf um die Ausstellungsvergütung

Bildende Künstler im unteren Budget-Level müssen sich trauen und umdenken.

Bei einem Konzertbesuch wird ein Ticket gekauft, ein Hut geht rum, eine CD oder ein T-Shirt wechselt den Besitzer.

….und bei der letzten Vernissage? Kostenlose Häppchen, Getränke, Postkarten usw. Bei 95 % also: „Außer Spesen nichts gewesen“

Der Kunstmarkt kollabiert!

Wie selbst bestimmt kann man sein, wenn man weiß, dass die eigene Kunst – wie etwa bei Gerhard Richter – für Millionen Euro verkauft wird?

Trotz der Kapriolen der Vergangenheit, trotz seiner intransparenten Mechanismen fasziniert der Kunstmarkt die Liga der Superreichen. Mitte November erzielten die großen Auktionshäuser auf mehreren Versteigerungen in New York einen Umsatz von insgesamt mehr als einer Milliarde Dollar – Rekord.

Kunst ist nur noch interessant wenn sie Millionen kostet. Da bleiben alle anderen Werke auf der Strecke und die Künstler ebenso.

Am 8. Juni 2016 widmete der Künstlerbund Dresden im Anschluss an die jährliche Mitgliederversammlung dem Thema „Ausstellungsvergütung“. Mann solle es den Ausstellungsbetreibern auf den Tisch legen.

Mit Ausstellungsvergütung wird die Vergütung der Nutzung des Ausstellungsrechts bezeichnet – vergleichbar zum Beispiel den Tantiemen, die ein Komponist erhält, wenn sein Werk aufgeführt oder wiedergegeben wird. Sie kann bei allen Ausstellungen erhoben werden – unabhängig davon, ob sich die Werke noch im Eigentum der/des Künstlerin/Künstlers befinden.

Der Tarif der Ausstellungsvergütung wird von der Verwertungsgesellschaft (VG Bild-Kunst) in Abstimmungen mit den Künstlerverbänden – zum Beispiel der Fachgruppe Bildende Kunst der ver.di – festgelegt.

Die Ausstellungsvergütung wird – im Gegensatz zum Ausstellungshonorar – pauschal von allen Ausstellern bezahlt, mit denen die Verwertungsgesellschaft eine Vereinbarung geschlossen hat und darüber hinaus von allen weiteren, die mit Mitgliedern der Verwertungsgesellschaft eine Ausstellung veranstalten und von dem Künstler der Verwertungsgesellschaft gemeldet wurden. Sie wird von der Verwertungsgesellschaft erhoben.